Warum SEO wichtig ist – gerade wenn du (noch) keine große Reichweite hast

Alles auf einen Blick

  • SEO ist vor allem dann wichtig, wenn du noch keine große Reichweite hast und durch Suchmaschinen gefunden werden willst.

 

  • Die Optimierung deiner Seite besteht aus den Kernbereichen On-Page, Off-Page und Technisches SEO.

 

  • SEO-Optimierungen bringen keine sofortigen Effekte, manchmal dauert es ein halbes Jahr und länger. 

 

  • Du kannst selber schon einiges tun, wenn du dir gerade keinen SEO-Profi leisten kannst oder willst.

“Danke für das Angebot, aber um SEO kümmere ich mich später. Das ist am Anfang noch nichts für mich.” Das höre ich ziemlich häufig. Und die Begründung dahinter ist auch allzu verständlich. Zum einen herrscht einiges an Unklarheit, was SEO überhaupt ist und was es bewirkt. Zum anderen ist es eine weitere Dienstleistung, die du bezahlen musst. Und wenn du am Anfang stehst und mit begrenztem Budget klarkommen musst, fliegt natürlich erst mal das raus, worin du keinen Nutzen siehst. So weit, so logisch. 


SEO ist aber nicht nur für große Firmen wichtig. Eigentlich ist es sogar wichtiger, wenn du gerade erst anfängst und dich nicht darauf verlassen kannst, dass Kunden gezielt deine Website ansteuern.

Suchmaschinenoptimierung, oder kurz SEO

Fangen wir am Anfang an: was ist SEO überhaupt. Die Abkürzung SEO steht für Search Engine Optimization oder deutsch: Suchmaschinenoptimierung. Es beschreibt also alles was du tust, um deine Website so zu optimieren, dass sie optimal gefunden werden kann. Suchmaschinen wie Google sind daran interessiert, Suchenden das optimale Ergebnis zu präsentieren. Dazu durchforsten sie ihre Datenbank nach Seiten, auf denen relevante Inhalte zum Suchbegriff zu finden sind. 

 

Der Einfachheit halber benutze ich “Google” als Synonym für Suchmaschinen im Allgemeinen. Es ist die meistgenutzte Suchmaschine der Welt. Alle Infos hier gelten aber für alle Suchmaschinen auf dem Markt. 

 

Grob unterteilt man dabei in drei Bereiche, die gemeinsam eine seo-optimierte Website ergeben. 

  • On-Page SEO ist alles, was inhaltlich auf deiner Seite geschieht und einer Suchmaschine vermittelt, worum es bei dir geht. Dazu zählen deine Überschriften und Texte, die Struktur der Seite und einzelner Inhalte und interne Verlinkungen. Damit sagst du Google: Das ist mein Thema und es ist super aufgebaut, damit es für Besucher leicht verständlich ist!
  • Off-Page SEO findet, wie der Name schon andeutet, außerhalb deiner Seite statt. Du kannst es dir wie deinen Ruf im Internet vorstellen. Je mehr andere (relevante, vertrauenswürdige) Seiten auf deine Seite verlinken (das nennt man Backlinks), desto eher erkennt Google: “Uh, hier gibt es gute Inhalte, die Suchende interessieren werden!”
  • Technisches SEO ist das Fundament im Hintergrund. Denn Suchmaschinen wollen nicht nur, dass Suchende die besten Inhalte finden, sondern auch, dass sie mit der Nutzererfahrung der Seite zufrieden sind. Deswegen werden technische Aspekte wie Ladezeiten, mobile Darstellung und eine sichere Verbindung über HTTPS in die Bewertung deiner Seite mit einbezogen. 
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Auf Platz 1 in der Suche wird dir also angezeigt wer (nach Meinung der Suchmaschine):

  • Inhalte liefert, die zu deinem Suchbegriff passen und deine Frage beantworten,
  • eine gute Reputation im Internet hat,
  • eine technische einwandfreie Seite zur Verfügung stellt, die schnell lädt und auf dem Gerät deiner Wahl richtig angezeigt wird.

 

Dazu kommen noch ein paar andere Faktoren, wie z.B. die räumliche Nähe zu dir und welche Seiten du bereits besucht hast.

Organigramm zur SEO-Optimierung On-Page SEO: Keywords, qualitative Inhalte, Struktur, interne Verlinkungen, Bilder und andere Medien, ALT-Texte Off-Page SEO: Backlinks, Social Media, Externe Verlinkungen Technisches SEO: Ladezeiten, mobile Darstellung, sichere Verbindung, sauberer Code

SEO ist jetzt wichtig - nicht irgendwann

Für deine neue Website ist SEO also die Chance, im Internet überhaupt gefunden zu werden. Viele denken, große Firmen mit riesigem Marketingbudget haben bei Google sowieso die Nase vorn, aber das stimmt nur bedingt. Große Marken setzen oft auf breit gefächerte Begriffe mit starker Konkurrenz wie “Verlobungsringe” oder “Coaching”. 

 

Deine Chance liegt also darin, gezielt auf deine Nische zu setzen:

  • “Coaching für Frauen nach der Elternzeit in Köln-Nippes”
  • “Vegane Hochzeitstorten in Köln-Kalk”
  • “Handgefertigte Verlobungsringe aus Recyclingmaterial”

 

Diese Suchbegriffe haben weniger Konkurrenz, sind viel spezifischer und ziehen genau die Menschen an, die dein Angebot tatsächlich brauchen. Du musst nicht jeden Suchmaschinennutzer erreichen. Dir reicht oft deine Stadt, deine Region oder eine klar definierte Zielgruppe.


Ohne große Reichweite ist jeder einzelne Besucher deiner Seite Gold wert. Durch SEO kommen diese Klicks von Menschen, die schon ganz konkreten Bedarf haben und nach einer Lösung suchen, die du anbietest. Das minimiert den Streuverlust, den du z.B. mit einer Social Media Präsenz hast.

SEO ist ein Langstreckenlauf, und das ist auch gut so

Wenn du an diesem Punkt denkst “das klingt ganz schön aufwändig“, muss ich leider gestehen: Da hast du recht! Es ist aufwändig. Zu Beginn kostet dich SEO entweder Zeit oder Geld. Da führt leider kein Weg dran vorbei.

 

Aber stell dir SEO wie einen Gemüsegarten vor: Du pflanzt heute, pflegst deine Pflänzchen regelmäßig und lebst dann langfristig von den Erträgen. Und je früher du etwas pflanzt, desto eher kannst du etwas ernten. Denn Veränderungen in der Suchmaschinenplatzierung durch SEO-Optimierung passieren nicht über Nacht. Bei einer neuen Seite kann es schon mal 6-9 Monate dauern, bis du ein Ergebnis siehst. 

 

Eine seo-optimierte Seite arbeitet für dich im Hintergrund, während du dich auf Projekte, Kunden oder eine wohlverdiente Auszeit konzentrierst. Ein viraler Social Media Beitrag bringt dir kurzzeitig viel Aufmerksamkeit. Vielleicht ist aber nicht ein einziger Kunde dabei. Ein gut recherchierter, regelmäßig gepflegter Blogartikel, den du heute veröffentlichst, kann dir auch in 5 Jahren noch Kunden bringen


Dafür musst du dich aber auch in Zukunft regelmäßig darum kümmern. SEO ist leider keine einmalige Aufgabe, die sich dann für immer erledigt hat. Wie alle Teile deiner Seite muss auch die SEO-Optimierung regelmäßig überprüft und gepflegt werden.

Mit SEO starten

Natürlich kann ich dir nicht den kompletten Job eines SEO-Profis in einem Blogartikel erklären. Zum einen bin ich selber keiner, zum anderen ist es aus gutem Grund ein eigenständiger Job. Es gibt aber ein paar Sachen, die du auch ohne die passende Spezialistin an deiner Seite schon mal anfangen kannst:

 

  • Finde heraus, wonach deine wirklich Zielgruppe sucht: Hör zu, welche Fragen sie stellt, z.B. in Gesprächen, auf LinkedIn oder in ihren Social-Media-Posts. Nutze die Wörter, die sie auch nutzt. Schau, welche Begriffe Google automatisch ergänzt, wenn du etwas eintippst.

  • Erstelle Inhalte, die genau diese Fragen beantworten: Als Expertin für deinen Bereich willst du allumfassende Inhalte erstellen. Das kenne ich. Versuch aber lieber, Inhalte in kleinen Häppchen zu präsentieren – und verlinke sie untereinander für den großen Zusammenhang. Qualität schlägt Länge.

 

  • Strukturiere Blogartikel und Infoseiten: Nutze H1-H6 Überschriften, Auflistungen und FAQs, um deine Inhalte sinnvoll zu strukturieren. Das macht deine Seite barrierefrei und gut analysierbar für Suchmaschinen: zwei Fliegen mit einer Klappe!

  • Mach es Google leicht, dich zu verstehen: Nutze eindeutige Überschriften, beschreibende Titel und Meta-Beschreibungen, die den Inhalt auf den Punkt bringen. Versuch die Fragen, die bei Google eingegeben werden, 1:1 in deinem Text zu nutzen und beantworte sie dann.


Tipp: Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass man einfach nur ein SEO-Plugin wie Rank Math oder Yoast SEO installieren muss, und die Seite dann automatisch seo-optimiert ist. Das ist leider nicht richtig. Solche Plugins unterstützen dich nur bei der Optimierung und geben dir Hinweise, was du ggf. verbessern kannst. Dafür müssen sie aber mit den richtigen Daten und Keywords gefüttert werden. Und einfach alle Seiten in eine grüne Bewertung pressen, sorgt leider nicht für sofortigen Erfolg bei Google.

Diese Profis können dich bei der SEO-Optimierung unterstützen

Im Dschungel der verschiedenen Berufsbezeichnungen kann man sich schon mal verlieren. Frag deshalb deine Dienstleister gezielt, welche SEO-Aufgaben sie für dich übernehmen.

 

Webdesigner*in

Gestaltet deine Website technisch und optisch und sorgt für Benutzerfreundlichkeit. Ladezeitenoptimierung, responsive Design und eine barrierefreie Struktur von Menüs und Seiten sollte mindestens gegeben sein. Ich mache z.B. auch Verbesserungsvorschläge für deine Überschriften, schreibe ALT-Texte und indexiere deine Seite bei Google (Indexieren = Google Bescheid geben, dass deine Seite existiert).

 

SEO-Spezialist*in

Kümmert sich um Keyword-Recherche, erstellt hochwertige Inhalte und Überschriften und sorgt für den Backlink-Aufbau. Zu den Aufgaben können je nach Umfang der Dienstleistung auch Analyse der Fortschritte, Wettbewerbsanalyse, dauerhafte Content-Erstellung und Unterstützung bei technischem SEO gehören.

 

Texter*in

Schreibt dir gut recherchierte, konvertierende Texte. Aber Vorsicht: Text-Dienstleistungen beinhalten nicht automatisch die Recherche von Keywords und die SEO-Optimierung von Texten. Das solltest du unbedingt abklären. 

 

Fotograf*in

Versorgt dich mit passendem Bildmaterial und rückt dich und deine Firma ins beste Licht. Frag unbedingt nach Bildern, die auch in der mobilen Ansicht funktionieren und lass dir Dateien in Druck- und Webqualität geben. 

 

Wenn du richtig tief ins Thema einsteigen willst, gibt es zahlreiche kostenlose und kostenpflichtige Ressourcen. Wie wäre es z.B. mit diesem SEO-Einsteigerkurs von WordPress (auf Englisch)?

Verschenke keine wertvollen Klicks

Am Anfang hat man eine Menge zu tun, wir kennen das alle. SEO solltest du trotzdem nicht auf die lange Bank schieben und als To-Do für “irgendwann mal” aufschreiben. 

 

Gerade jetzt, wenn jeder Klick zählt und du um jede Kundin kämpfst, kann SEO dir helfen, sichtbar zu werden, auch ohne, dass du schon bekannt bist. Je früher du den Samen sähst, desto früher kannst du deine Erfolge ernten (um bei der Gemüsegarten-Analogie zu bleiben).

 

  • Nutze die einfachen Techniken, um deine Seite von Beginn an, so gut du kannst, zu optimieren. 
  • Investiere in SEO-Unterstützung, sobald dein Budget es zulässt.
  • Kläre mit deinen Dienstleistern, welche SEO-Optimierungen ihr Angebot enthält. 
Cover der Checkliste zur Website-Vorbereitung

Praktische Checkliste zur Website-Vorbereitung

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